Der Cozze Premium Rotate Pizzaofen im Test

Der Cozze Premium Rotate Pizzaofen im Test

Es ist schon einige Jahre her als wir den Cozze Elektro Pizzaofen in unserem Blog testeten. Inzwischen gibt es den Ofen auch als Cozze Premium Rotate - sprich als Pizzaofen mit eingebautem Drehteller. Was die neue Version des Cozze Elektro Pizzaofens taugt liest du wie immer im pizzaschaufel.ch Blog.

Unboxing Cozze Rotate

Wie schon der reguläre Cozze Elektro Pizzaofen kommt auch der Premium Rotate in einer farbenfrohen Verpackung daher.

Sogar die Türe ist im Lieferumfang enthalten - wie gnädig von Cozze.

Neben den vielen Farben enthält die Verpackung auch einige Infos zum Pizzaofen selbst.

20 Minuten Aufheizzeit werden versprochen - was sich vernünftig anhört.

Das Licht-Piktogramm finden wir etwas irreführend, denn der Backraum selbst hat keine Beleuchtung, sondern wirklich nur wie beschrieben der Drehregler, was von äusserst begrenztem Nutzen ist.

Der Ofen ist gut verpackt und auf Styropor oder andere nervige Verpackungsmaterialien wird grösstenteils verzichtet.

Passgenauer Karton, so mögen wir Verpackung.

Aus dem Karton entfernt finden wir dann etwas geschäumtes Material - aber immerhin keines bei welchem man danach die ganze Wohnung renovieren muss, weil man überall Rückstände findet.

Die gnädiger Weise mitgelieferte Türe enthielt in unserem Fall keine Aufbauanleitung, aber so schwer kann das auch nicht sein - dachten wir zumindest.

Die fehlende Anleitung zum Zusammenbau der Türe bedeutete etwas Knobeln nach wenigen Minuten war sie aber zusammengeschraubt.

Cozze setzt bei der Türschraube nach wie vor auf eine Torx Schraube. Was natürlich eigentlich gut ist aber vermutlich nicht alle einfach so als Schraubenzieher zuhause haben.

Der fertig montierte Cozze Premium Rotate Pizzaofen sieht dann so aus.

Der fertig montierte Cozze Premium Rotate auf unserem Pizzaofenwagen.

[product: wagen-fur-pizzaofen]

Aufheiztest Cozze Rotate

Wie immer messen wir die Steintemperatur in der Mitte des Steines nach 15 Minuten aufheizen. Um den Ofen aufzuheizen galt es aber erst den wohl grössten je gesehenen T12 Stecker einzustecken.

In Sachen Steckergrösse die klare Nr. 1 der bisher getesteten Pizzaöfen.

Cozze verspricht in einer mitgelieferten Werbebroschüre für diverse Ofenmodelle (eine Anleitung zum Aufbau der Türe wäre unserer Ansicht nach die bessere Option gewesen) eine Maximaltemperatur von 450° C.

Die versprochene Maximaltemperatur von 450° ist für den mitgelieferten Cordierit Stein sicher ausreichend.

Der erste Cozze Elektropizzaofen von Cozze durfte lediglich im Aussenbereich verwendet werden - dies scheint nun Geschichte, wir konnten zumindest keinen entsprechenden Hinweis mehr finden und testen daher drinnen in der Wärme.

Nach 15 Minuten Strombezug durch diesen potenten Anschluss zeigt der Cozze Rotate folgende Temperatur an.

Der Ofen selbst sieht sich bei 485° nach 15 Minuten, obwohl die offizielle Aufheizzeit 20 Minuten beträgt und die Maximaltemperatur 450° ist.


Unser Thermometer misst die Temperatur etwas tiefer - aber auch 400° nach 15 Minuten sind ein guter Wert.

[product: infrarotthermometer-fur-pizzaofen]

Nach weiteren 10 Minuten, sprich total 25 Minuten sieht sich der Ofen bei seiner eigentlichen Maximaltemperatur von 530° angelangt.

Die höchste Temperatur die der Cozze Rotate anzeigen kann, 530 °C

Unser Thermometer misst wieder eine tiefere Temperatur. Dies ist aber sogar gut, denn mit Cordieritsteinen verbrennt über 500° sowieso nur noch der Pizzaboden.

Die effektive Maximaltemperatur liegt irgendwo zwischen den 450° aus dem Prospekt und den 530° auf der Anzeige des Ofens

Nach mehrmaligem Öffnen der Ofentür stellten wir fest, dass wir den Ofen verkratzten.

Die gnädiger Weise mitgelieferte Ofentüre zerkratzt den Ofen, wenn man sie nicht korrekt montiert.

Erst nach genauem Hinschauen stellten wir fest, dass das rechtwinklig abstehende Blech nicht nur ein Umkippschutz für die Türe ist, sondern, dass dieses Blech eingefahren werden kann.

Frontal und von unten gesehen eigentlich logisch wohin das abgewinkelte Blech gehört.

Da wir zu Beginn dieses Ofentests noch nicht im Besitz unseres sehr guten Pizzaofenwagens waren - und der Cozze Rotate somit auf traurigen 75 cm Höhe Platz nehmen musste, fiel uns dieser Fehler nicht sofort auf. Lass auch dir dies eine Lehre sein und stelle sicher, dass dein Pizzaofen immer auf Augenhöhe ist, denn wer nicht vollständig in den Ofen sieht kann auch keine gute Pizza backen.

Backtest Cozze Rotate

Wie immer testen wir unseren Testkandidaten mit einer Pizza Margherita mit Teig nach dem AVPN Rezept. Wichtig; Beim Einschiessen der Pizza darf der Drehteller natürlich noch nicht drehen, da dies die Pizza verwursteln könnte. Immerhin einen Fehler den wir in diesem Test ausgelassen haben :).

Direkt beim ersten Backen einer Pizza fällt uns auf, dass die Ofentür wieder, wie schon beim ersten Cozze Elektro Pizzaofen ein äusserst nerviges Problem hat. Man muss sie irgendwo auf einem feuerfesten und hitzeresistenten Untergrund platzieren, da sie nicht am Ofen befestigt ist und kein Scharnier hat. Schnell öffnen und schliessen geht also nicht, genauso wenig wie in den Ofen schauen bei montierter Türe.

Liegt dann irgendwo so rum - die heisse Ofentür.

[product: 24-x-san-marzano-tomaten-la-carmela-400g]

[product: pizza-saucenloffel]

[product: fior-di-latte-1-kg]

Nach dem einschiessen stellten wir die Drehautomatik an.


Trotz Drehautomatik braucht man auch beim Cozze Rotate eine Drehschaufel um den Backvorgang des Bodens zu überwachen.

[product: profi-dreschaufel-rund-20-cm]

Die Resultate können sich sehen lassen.

Trotz des Drehmechanismus gelang uns die Bräunung der Ränder nicht ganz gleichmässig. Der Boden der Pizza war für Cordierit Verhältnisse wenig verbrannt und noch absolut im guten Rahmen, denn Cozze verzichtet auf Fehlkonstruktionen wie sie andere Hersteller machen und lässt die Unterhitze bleiben.

Fazit zum Cozze Rotate

Cozze hat mit dem Cozze Rotate vieles richtig gemacht, der Ofen bietet für massiv unter 400 Franken ein solides Preis-Leistungsverhältnis. Mit guter Drehschaufel und einmal gelernt ist das Drehen von Pizzen zwar eher Spass als Belastung, wir können uns aber vorstellen, dass die Drehautomatik Anfängern das Leben erleichtert.

Natürlich hat der Ofen auch Schwächen, so ist die Tür ein grosses Gebastel, was auch der Grund sein könnte weshalb Cozze sie auf der Verpackung quasi als extra Geschenk anpreist (geschenkter Gaul). Auch der Cordierit ist keines Pizzabäckers Wunsch-Stein aber da setzen selbst teurere Hersteller bei ihren angeblichen Premium Pizzaöfen drauf.

Alles in allem ist der Ofen bei einem Preis von etwas über 300 Franken, wie wir ihn ergattern konnten, sicher ein Kauftipp. Bei Preisen über CHF 400 sollte man eher ein paar Franken mehr investieren und direkt einen richtigen italienischen Pizzaofen mit Biscotto wie den Macte Voyager Svizzera kaufen.

Unseren gebrauchten Testofen findest du hier im Angebot.

Wie alle Tests von pizzaschaufel.ch erfolgte auch dieser Test auf eigene Rechnung, eine Einflussnahme des Herstellers ist daher unmöglich. Es handelt sich um die freie Meinung des Autors.